Juli 12 2011

Grafik: Berlin hat die höchste Tretminendichte

Hundekot ist für Fußgänger in allen Städten Deutschlands ein Ärgernis – zwar sind die Hundebesitzer dazu angehalten, die sogenannten "Tretminen" zu beseitigen, doch einige halten sich nicht daran.

Immer wieder berichten Zeitungen darüber, dass die Hauptstadt Berlin zu den hundefreundlichsten Städten in der gesamten Bundesrepublik gehört. Doch die Artikel machen auch etwas anderes deutlich, meist mit einer zugehörigen Grafik: Berlin hat die höchste Tretminendichte in ganz Deutschland. Längst ist diese Entwicklung zu einem gesellschaftlichen Problem geworden – viele Passanten halten die zunehmende Verschmutzung der Gehsteige und anderer öffentlicher Flächen für eine Zumutung. Als besonders ärgerlich wird zumeist die Verschmutzung von Parks und vor allem von Kinderspielplätzen empfunden. Auf letzteren kann der Hundekot aufgrund der dort siedelnden Bakterien auch eine Gefahr für die spielenden Kinder sein.

Die Politik reagierte schon vor Jahren mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen. Demnach begehen Hundebesitzer, die den Kot ihres Tieres nicht unmittelbar beseitigen, eine Ordnungswidrigkeit und riskieren ein Bußgeld. In Österreich und der Schweiz existieren ebenfalls Bestimmungen, die unachtsamen Hundebesitzern Strafzahlungen auferlegen, wenn sie durch ihr Tier verursachte Verschmutzungen nicht umgehend entfernen. Vielerorts wurden zudem Stationen aufgestellt, an denen die Hundehalter bei Bedarf kostenlos Plastiktüten für die Entsorgung erhalten. Zu den Tütenspendern gehören in den meisten Fällen auch speziell hier angebrachte Müllbehälter. Die Verteilung und die Anzahl dieser Stationen ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich – häufig werden sie nur an von Hunden besonders stark frequentierten Orten wie beispielswiese Parks aufgestellt.